DRC/JGHV/VDH/FCI

 
Der Golden Retriever ist eigentlich ein Hund mit mit einem unkomplizierten, gut zu pflegenden Fell, welches sich nach einem "Matsch-Spaziergang" fast von selbst reinigt. Kurzes Abbrausen mit klarem Wasser und trockenreiben genügt vollkommen. Es reicht im Normalfall, den Golden in der Woche zwei bis drei mal richtig durchzubürsten, was die Hunde auch sichtlich genießen. Über tägliches Bürsten freuen sie sich natürlich um so mehr ;-)  Wöchentlich sollte auch in die Ohren geschaut werden, um Ohrenschmalz im äußeren Ohrenbereich zu entfernen. Hierzu bietet der Handel eine große Auswahl an Reinigungslotionen und Reinigungstüchern, am besten, man fragt seinen Tierarzt. Auch dem Gebiss sollte regelmäßig Aufmerksamkeit geschenkt werden, Zahnbelag wird mit einer normalen Zahnbürste (es gibt auch extra Hundezahnbürsten) und einer speziellen Hundezahnpasta oder Schlemmkreide entfernt. Es versteht sich von selbst, dass gerade in den warmen Monaten auch immer auf ungebetene Untermieter im Haarkleid zu achten ist. Hier gibt es beim Tierarzt und im Tierbedarfsshop einige Mittel zur Vorbeugung (z.B. Ex-Spot, Frontline, Verminex, Neem). 

Nun sind die meisten Golden aber auch Hunde mit einem recht üppigen Fell. Schnell kann es dazu kommen, dass der harmonisch gebaute Golden mit den schönen äußeren Linien zum unansehnlichen "Zottelbär" mutiert, der dann mitunter recht plump und ungepflegt wirken kann. Gerade Rüden mit einer üppigen Halskrause neigen dazu. Möchte man mit seinem Golden Ausstellungen besuchen, ist es unerlässlich, ihn zu trimmen. Denn der ungetrimmte Golden fällt unter seinen schön zurechtgemachten Konkurrenten auf - dies ist aber nicht im positiven Sinne gemeint! Mit dem Trimmen betont man die äußere Linie des Golden, hebt seinen harmonischen Körperbau hervor. Getrimmt wird der Golden ca. zwei bis drei Wochen vor der Ausstellung, damit das Haarkleid nicht so "frisch" geschnitten, sondern natürlich wirkt

Ich persönlich trimme meine Goldens immer - ob ich nun vor habe, auf eine Ausstellung zu gehen oder nicht. Ich finde es einfach viel schöner, aus oben aufgeführten Gründen. Dabei gehe ich so vor, dass ich lieber alle 6-8 Wochen etwas nachschneide, was ein paar Minuten in Anspruch nimmt, anstatt die Hunde (so wie auf dem Foto unten) zuwuchern zu lassen. So kann es dann schon mal 2-3 Stunden dauern und sollte am besten in mehreren kleinen Trimm-Einheiten erledigt werden, sonst ist es vor allem für den Hund, aber auch für einen selbst ziemlich anstrengend. Ihr könnt Euch vorstellen, dass es mich des öfteren in den Fingern juckte, als ich meine Amber extra wegen dieser Trimm-Seiten ein halbes Jahr "wuchern" ließ..... 

Die "Zottel-Amber" vor dem Trimmen

Außerdem sind die Hunde so viel besser zu säubern und tragen nicht allzu viel Dreck in die Wohnung, wenn z.B. das überstehende Fell unter den Pfoten und am Sprunggelenk gekürzt wird. Im Winter beim Schneespaziergang bilden sich dann auch nicht so schnell die für den Hund sehr störenden Eisklumpen unter den Pfoten. Auch das Fell unter den Ohren verfilzt nicht mehr. Natürlich ist das alles eine Frage des Geschmacks und viele finden gerade die lange Halskrause so schön. 

Auf den folgenden Seiten möchte ich Euch anhand meiner Golden Hündin Amber einmal zeigen, wie der Golden zurecht gemacht wird. Ich zeige es so wie ich es mache, denn jeder, der regelmäßig seinen Golden trimmt, hat eine etwas andere Methode, andere Handgriffe, denn man eignet sich auch hierbei seinen eigenen Stil an. Wichtig ist bei all dem aber, dass das Ergebnis standardgemäß und rassetypisch ist. Am besten ist es, man lässt es sich einmal life von seinem Züchter zeigen, auch die Retriever-Clubs bieten öfters mal Trimm-Seminare an, meist in Verbindung mit einem Ring-Training (ein Kurs zum richtigen Vorführen und Verhalten im Ausstellungsring).

Folgende Bereiche werden beim Golden Retriever getrimmt:

- Pfoten und Sprunggelenke
- die Rute
- Hals, Schultern und Brustbereich
- die Ohren

So - nun aber zur Sache! Viel Spaß dabei..........

 

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Claudia Borchert | Fawnquest Golden Retriever | email@fawnquest.de

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