Duchess‘ OP

Nachdem von der Tierärztin bei der allgemeinen Kontrolluntersuchung Mitte August vor dem Impfen ein noch nicht mal erbsengroßer Knoten in Duchess‘ rechter hinterer Milchleiste ertastet wurde, habe ich mich dazu entschlossen, sie zeitnah operieren  und den Tumor entfernen zu lassen. Zu tief sitzen die Erlebnisse damals mit Amber und alles kam wieder hoch… Die OP verlief sehr gut, es wurden zwei Zitzen und das darunter liegende Milchleisten-Gewebe großzügig entfernt. Duchess hatte alles sehr gut verkraftet, doch gab es danach Komplikationen, als es immer wieder zu Blutungen aus der OP-Naht kam. Noch am selben Tag kurz nach der OP, als Duchess noch mehr oder weniger „benommen“ von der Narkose war und ich sie eigentlich grad vom Tierarzt abholen wollte, musste sie sofort nochmals auf den OP-Tisch, nochmals in Narkose und nochmals aufgeschnitten werden, um die Ursache für die heftige Nachblutung zu finden. Als soweit dann alles versorgt und „dicht“ war, konnte sie bald mit nach Hause. Einen Tag später lag sie abends wieder in einer Blutpfütze, ein Hämatom hatte sich am hinteren rechten Innenschenkel gebildet und André fuhr sofort mit ihr zur Tierklinik (ich war arbeiten). Wieder konnte die Blutung gestillt werden und Duchess, die sonst absolut fidel war und keine Anzeichen von Schmerzen zeigte, konnte wieder mit nach Hause. Es wurde am nächsten Morgen trauten wir dann unseren Augen nicht: es hatte sich ein riesiges fast schwarzes Hämatom gebildet, das sich vom rechten Sprunggelenk bis zum Bauch zog! Das Sprunggelenk war doppelt so dick! Also wieder in die Tierklinik und der Verdacht einer Blutgerinnungsstörung kam auf! Wir bekamen Tabletten zur Unterstützung der Blutgerinnung mit und Heparin-Salbe und wir hofften, dass es nicht noch schlimmere Komplikationen geben wird! Dank intensiver Pflege bildete sich das Hämatom relativ rasch und ohne Folgen zurück! Ebenso das Narbengewebe wurde immer ansehnlicher. Eine Blutuntersuchung ergab tatsächlich eine Blutgerinnungsstörung – im Allgemeinen (auch beim Menschen) als „Bluterkrankheit“ bekannt 🙁 Nun müssen wir bei Duchess besonders aufpassen, dass sie sich nicht böse verletzt, Operationen wie Kastration sind nur im absoluten Notfall und nach vorheriger medikamentöser Therapie durchzuführen. Auch habe ich Duchess‘ Blutgruppe bestimmen lassen und sie hat nun einen Blutgruppenausweis… Trotzdem geht das Leben weiter. Ich werde sie nun sicher nicht in Watte packen, aber immer achtsam sein! Doch das Gute zum Schluss! Der pathologische Befund des eingeschickten Gewebes ergab, dass es sich um einen GUTARTIGEN Tumor handelte. Und fiel ein riesen Stein vom Herzen!